Arztbesuch 2.0

Auftraggeber: medsyn Ärzte- und Therapiezentrum
Status: in Bearbeitung
Jahr: 2018

In viele Ordinationen kommt man als Patient mit einer Sozialversicherungsnummer. In manche aber auch als Person, mit Wünschen und Bedürfnissen, die wahrgenommen und erfüllt werden.

Ein Ärztezentrum in Wien Döbling möchte genau das bieten und setzt den bei der Gründung eingeschlagenen Weg bei der Erweiterung der Behandlungsräume konsequent fort.

Die räumliche Gestaltung setzt hier den ersten Schritt zur Vertrauensbildung und offenbart damit auch, welchen Stellenwert die Patienten einnehmen. An der Decke wechseln runde Akustiksegel mit Scheibenleuchten ab und geben zwischendurch den Blick frei auf den Plafond, der in einem ruhigen Blau gestrichen ist. Die Wand entlang der Fenster ist verkleidet mit ornamental gelochten Paneelen, die trotz ihrer Verspieltheit dem Raum eine klare Linie geben. Hier wartet man nicht, hier hält man sich in einem angenehmen Ambiente auf.

Die gelochten Paneele finden sich an verschiedenen anderen Stellen wieder, verdecken Türen, die nur für die interne Nutzung bestimmt sind und gestalten intime Ruhebereiche, in die man sich nach der Behandlung noch zur Erholung zurückziehen kann.

Ein Wechsel des Bodenbelags markiert den Übergang von Aufenthalts- zu Behandlungsraum. Dass hier interventionelle Schmerztherapie auf höchstem Niveau angeboten wird, darf sich auch in der Gestaltung des Interventionsraumes manifestieren.

Das Ärztezentrum zeigt, dass man Arztbesuch auch anders denken kann: die allgegenwärtigen Freischwinger mit Wiener Geflecht wird man vergeblich suchen, düstere Stimmung oder kalte Rasterleuchten ebenso.

Stattdessen ergänzt eine qualitätvolle Architektur die wertschätzende Patientenbeziehung und professionelle medizinische Behandlung. Denn das Wartezimmer muss kein Ort sein, den man so schnell als möglich wieder verlassen möchte.

 

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